Client aktualisieren
Eine bestehende Installation des primedocs Desktop Clients lässt sich auf zwei Wegen aktualisieren: über die zentrale Softwareverteilung mit dem MSI-Paket oder über den Updater, den der Server auf seiner Downloadseite bereitstellt. Diese Seite beschreibt den Updater.
Der Updater (primedocsInstaller.exe) ist dasselbe Programm, das auch für die Neuinstallation verwendet wird. Beim Start erkennt er eine vorhandene Installation und wechselt in den Update-Modus.
Wann kommt der Updater in Frage?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Keine zentrale Softwareverteilung, Benutzer dürfen selbst aktualisieren | Updater |
| Zentrale Softwareverteilung (z.B. Intune, Configuration Manager, GPO) | MSI-Paket verteilen, siehe MSI-Parameter |
| Terminal Server oder Citrix | MSI-Paket verteilen, siehe Terminal-Server-Installation |
Ist der Download auf dem Server freigeschaltet, können Clients sich selbst aktualisieren. Zusammen mit einer zentralen Softwareverteilung führt das zu konkurrierenden Installationen. Entweder den Updater freigeben oder zentral verteilen.
Auf einem Windows-Server-Betriebssystem prüft der Client nicht auf neue Versionen. Der Update-Hinweis erscheint dort nicht, auch wenn der Download konfiguriert ist.
Voraussetzungen
Auf dem Server
- Der Abschnitt
windowsClientist in derprimedocs.configkonfiguriert, inklusiveupdaterLocationund der MSI-Pfade. Ohne diese Konfiguration liefert die Downloadseite keinen Updater. Siehe primedocs.config: Client-Download und Update. - Ein OIDC-Client für die Windows-Anmeldung ist registriert (
userAuthType="FromLogin"ohneredirectUri). - Updater und MSI-Paket auf dem Server stammen aus derselben Version. Weichen sie ab, bricht der Updater mit einer entsprechenden Meldung ab.
Auf dem Arbeitsplatz
- Der primedocs Client ist bereits installiert. Ohne bestehende Installation verlangt der Updater einen Setup-Code und führt eine Neuinstallation durch.
- Der primedocs Server ist erreichbar. Der Updater ermittelt das Paket über die konfigurierte Serviceadresse und lädt es von dort herunter.
- Die TLS-Version handelt der Updater wie der Desktop Client mit Windows aus. Er legt sich nicht auf TLS 1.1 oder 1.2 fest und funktioniert deshalb auch gegen Server und Reverse Proxies, die nur TLS 1.3 anbieten, sofern Windows TLS 1.3 unterstützt.
- Microsoft Office ab Version 2013, durchgehend in derselben Bitigkeit. Sind 32- und 64-Bit-Produkte gemischt installiert, bricht der Updater ab.
- Bei einer Installation für alle Benutzer («Per-Machine») sind Administratorrechte nötig. Der Updater fordert sie über die Benutzerkontensteuerung selbst an. Eine reine Benutzerinstallation kommt ohne aus.
- Die Anwendungen, die Dateien von primedocs verwenden, lassen sich schliessen. Andernfalls wird ein Neustart von Windows nötig.
Ablauf
-
Die Downloadseite
https://your-url.example.com/app/web/downloadöffnen und den Updater herunterladen. -
Den Updater starten. Er vergleicht die installierte Version mit der eigenen:
Installierte Version Verhalten Keine Installation vorhanden Neuinstallation, Setup-Code erforderlich Älter als der Updater Update Identisch Meldung «primedocs ist bereits installiert», nur Start möglich Neuer als der Updater Downgrade: Deinstallation, anschliessend Installation -
Mit «Update» startet der Vorgang. Der Updater lädt das MSI-Paket und prüft dessen Signatur.
-
Ein laufendes primedocs beendet der Updater selbst. Verwenden danach noch andere Anwendungen Dateien von primedocs, zum Beispiel Outlook oder Word, listet er sie auf. «Anwendungen schliessen und fortfahren» schliesst sie. Sofern Windows es unterstützt (Restart Manager), sichert Office dabei ungespeicherte Änderungen zur Wiederherstellung und die Anwendungen werden nach dem Setup wieder geöffnet. Alternativ die Anwendungen selbst schliessen, das Setup fährt dann automatisch fort. Erkannt werden nur Anwendungen der eigenen Windows-Sitzung.
-
Danach führt der Updater die Installation aus und meldet den Abschluss. Wurden Dateien während der Installation noch verwendet, verlangt er einen Neustart von Windows. Bis dahin bleibt die bisherige Version aktiv.
Beim Update ist kein Setup-Code nötig. Serviceadresse, Client-ID und Client-Secret, Standard-Datenquelle, Cache- und SSO-Einstellungen, die Ribbon-Konfiguration sowie der installierte Funktionsumfang werden aus der bestehenden Installation übernommen.
Die Option deinstalliert die bisherige Version vollständig, bevor die neue installiert wird. Dabei gehen alle lokalen Daten und Einstellungen verloren, einschliesslich des Caches. Bei einem Downgrade ist die Option zwingend gesetzt.
Hinweis auf eine neue Version im Client
Sind in der primedocs.config minimumVersion oder maximumVersion gesetzt, prüft der Desktop Client beim Verbinden die eigene Version. Liegt sie ausserhalb des Bereichs, zeigt er den konfigurierten Hinweistext mit einem Link auf die Downloadseite.
Wenn das Update fehlschlägt
| Meldung | Ursache und Vorgehen |
|---|---|
| «Die Version des Installers stimmt nicht mit der Version des Installationspakets überein.» | Der lokale Updater ist älter oder neuer als das Paket auf dem Server. Über «Downloadseite öffnen» den aktuellen Updater beziehen. |
| «Nicht alle Anwendungen konnten geschlossen werden.» | Die Arbeit speichern und die verbleibenden Anwendungen von Hand schliessen. Das Setup fährt danach fort. |
| Hinweis auf verschiedene Office-Bit-Versionen | Auf dem Gerät sind 32- und 64-Bit-Office-Produkte gemischt installiert. Office bereinigen, danach das Update wiederholen. |
| Hinweis auf eine zu alte Office-Version | primedocs setzt Office 2013 oder neuer voraus. |
| Allgemeiner Fehler beim Herunterladen oder Installieren | Die Protokolle auswerten, siehe Protokolle bei fehlgeschlagenen Updates. |